Selim Özdogan

Fr 03.08.2018
Zelt

Wo noch Licht brennt

Nach seinen Romanerfolgen „Die Tochter des Schmieds“ und „Heimstraße 52“ erzählt Selim Özdogan die Geschichte von Gül weiter, mit der er bereits viele Leserinnen und Leser in den Bann gezogen hat. Gül ist eine einfache Frau, nicht überdurchschnittlich gebildet, aber voller Klugheit. Nach acht Jahren in der Türkei folgt Gül ihrem Mann nach Deutschland. Zum zweiten Mal bereits lässt sie ihre anatolische Heimat hinter sich, um noch einmal Fuß zu fassen. Voller Gefühl, aber ohne sentimentales Geschwafel schildert Selim Özdogan das (Innen)Leben seiner Protagonistin, deren Charakter auch in Fatih Akins Film „Auf der anderen Seite“ eingeflossen ist.

In seinem aktuellen Roman „Wo noch Licht brennt“ erfährt Gül, was es bedeutet, Heimat zu verlieren, neue Heimat zu finden und zwischen den Kulturen – teils schmerzliche – Lebenserfahrungen zu sammeln. Selim Özdogan ist selbst Sohn türkischer Eltern. Er ist 1971 in Köln geboren, wo er auch heute lebt. Seit seinem Debüt und Kultbuch von 1995 „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist“ hat er zahlreiche Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht. Selim Özdogan bewundert Hunter S. Thompson und erhielt im letzten Jahr den „Literaturpreis Hohenems für deutschsprachige Autoren nichtdeutscher Muttersprache“.