Foto: Axel Joseph

Pongo

Sa 30.07.2022
21:00 Uhr, Floß

Kuduro reloaded – Anfang der 1990er geboren und aufgewachsen in der Millionenmetropole Luanda, verschlägt es Engrácia aka Pongo im Jahr 2000 ins europäische Exil – nach Portugal. Ein friedliches Leben in dem vom Bürgerkrieg verwüsteten Angola ist für die Familie nicht möglich. Was für die achtjährige Engrácia zunächst wie ein großes Abenteuer scheint, entpuppt sich schließlich als eine Welt voller Diskriminierung. Einige Jahre später kehrt ihre Hoffnung zurück – in Form von Musik: Mit 16 Jahren schließt sie sich dem portugiesich-angolanischen Tanz- und -Musikkollektiv Buraka Som Sistema an, die die angolanischen Rhythmen des Kuduro und der Kizomba mit Elementen von Techno, Drum’n’Bass, Dubstep und Grime mischen, und mit dem sie ihren ersten Durchbruch erlebt.

Seit 2018 arbeitet Pongo als Solo-Künstlerin und produziert nun selbst Songs, in denen sie das Kuduro-Genre auf eigene Art erneuert. Damit mischt Pongo nicht mehr nur die Szene in Lissabon auf, sondern spielt internationale Konzerte – selbst die „New York Times“ hat die Musikerin auf dem Schirm. In ihren Songs erzählt Pongo viel von ihren Kämpfen, ihrer Geschichte und Kindheit in Afrika. „Meine ganze Inspiration für Musik kommt von diesen guten Erinnerungen, von allem, was ich in Angola hinterlassen habe." Worüber sie in ihren Songs am meisten singt, wird sie einmal im Interview gefragt? „Vielfalt, Freiheit, Unabhängigkeit!“