Foto: Silken Weinberg

Holly Humberstone


Hollys Welt – Erst rund sechs Jahre nachdem sie aus ihrem Elternhaus in den britischen Midlands auf die Weltbühne katapultiert wurde und in der Folge rasant ins Erfolgs-Hamsterrad der Musikindustrie geriet, inklusive Albumdebüt „Paint My Bedroom Black“, hat Holly Humberstone sich endlich die Zeit genommen, um einmal in Ruhe über alles nachzudenken – und den Prozess schließlich in neue Songs einfließen zu lassen. Auf ihrem aktuellen Album „Cruel World“ blickt die Britin nicht auf die Konflikte der Welt, sondern auf ihre inneren Kämpfe – auf die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens, auf Liebesschmerz und das, was die eigene Identität ausmacht. Klanglich verbindet sie dabei nostalgische, atmosphärische Sounds mit einer klaren Vorwärtsbewegung hin zu Indie-, Electro- und sanftem Alternative-Pop. Ihre elfenhafte Erscheinung und der fragil-emotionaler Gesang täuschen dabei nicht über eine grundsolide Bodenhaftung hinweg, die man sicherlich auch braucht, wenn man als Support-Act von Taylor Swift im Londoner Wembley-Stadion vor 90.000 Menschen auftritt. Unterm Strich zieht Holly aus ihren bisherigen Erfahrungen jedenfalls eine ganz klare Bilanz: „Man sollte einfach man selbst sein, denn andere Menschen existieren bereits.“