Jassin
Deep – Es ist wohl nicht vermessen zu behaupten, dass die Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt bisher auf der musikalischen Landkarte des Deutsch-Raps eine eher untergeordnete Rolle spielte. Mit dem Erscheinen des Albums „Arsenalplatz“ von Jassin ändert sich das radikal. Auf seinem Debüt spricht der Sänger und Rapper mit emotionaler Stimmlage von seinem Aufwachsen in der ostdeutschen Kleinstadt und mit seinen balladen-artigen Rap-Songs vielen aus der Seele. Es geht um Themen wie Mobbing, um Rassismus, um Wut, Scham und um die eigene Identitätsfindung, die der Sohn eines Ägypters und einer deutschen Mutter in den nostalgisch-melancholischen Songs verarbeitet. Seine künstlerische Inspiration verortet Jassin selbst zwischen Haftbefehl und Franz Kafka. Bisherige Features mit Trettmann, Disarstar und Edwin Rosen zeigen: Jassin ist längst Teil einer größeren Erzählung.