panicbaby
Antiromantisch – Die aus Berlin stammende Künstlerin repräsentiert mit ihrem melancholischem Songwriting und der filmischen Ästhetik, mit der sie ihre Songs in Szene setzt, ein ganz eigenes Genre, das man vielleicht unter den Stichworten „weird girl internet music“ zusammenfassen könnte, inspiriert vom Soft-Grunge der Tumblr-Subkultur der 2010er Jahre. In ihren Videos agiert die Musikerin, die zuvor eher hinter den Kulissen arbeitete und erst seit kurzem selbst ins Rampenlicht trat, wie eine zerbrechliche und zugleich düstere Pop-Prinzessin. Inhaltlich geht es um emotionale Grenzzustände, die durch die sanften und nostalgischen Klangflächen des Omnichords – eine Art Hybrid von elektronischer Harfe und Synthesizer – untermalt werden. Darüber schwebt eine wunderbare Lana-del-Ray-hafte Stimme, die nicht ohne Sarkasmus und Selbstironie die Botschaften von Enttäuschung und dass ein märchenhaftes Happy End so gut wie nie eintritt, überbringt. Damit trifft Panicbaby einen Nerv: rund eine Million monatliche Hörer:innen auf Spotify sprechen für sich.